Berner Sennenhund Haltung

Berner Sennenhunde – 5 goldene Tipps für die richtige Haltung

Die Frage nach der richtigen Hunderasse ist der erste Schritt, um sich einen tierischen Begleiter anzuschaffen. Wenn diese Entscheidung schon einmal gefallen ist, geht es daran, herauszufinden, was die gewünschte Rasse braucht, um sich wohl und zufrieden zu fühlen. Überlegungen vor der Anschaffung eines Berner Sennenhund sollte man mit hoher Priorität beachten, bevor man die Kaufentscheidung trifft. Wie bei jedem Hund ist auch beim Berner Sennenhund die richtige Haltung das Wichtigste, um dem vierbeinigen Freund ein schönes Zuhause zu bieten. Ein paar goldene Tipps gibt es immer:

1. Ein Wesen für ausgeglichene Bewegungsfreudige

Auch wenn der Berner Sennenhund sich für wilde Tobereien nicht begeistern lässt, so braucht er doch einen gewissen Auslauf. Hierbei liegt es jedoch in der ruhigen Art dieser Tiere, dass sie sich über langsame, ausgedehnte Spaziergänge deutlich mehr freuen. Wer einen Trainingspartner sucht, sollte sich noch einmal umsehen, aber wer Freude an der Natur und langen Wanderungen findet, kann mit einem Berner Sennenhund sehr glücklich werden. Sie sind ausdauernd und geben kein allzu hohes Tempo vor. Zusätzlich merkt man ihnen die Begeisterung für die Natur an und kann sich davon anstecken lassen. Vor allem wenn es um Schnee geht, blühen die Tiere regelrecht auf und in diesen Augenblicken kommt auch der Hang zum Toben bei ihnen hervor. Es liegt in der Vergangenheit der Tiere, dass sie sich im Schnee besonders wohl fühlen, doch auch im Sommer sind sie leicht für lange Strecken zu begeistern.

2. Die richtige Fellpflege

Im Winter geschützt, im Sommer zu warm. Das ist das Grundproblem eines jeden Berner Sennenhundes. Die dicke Unterwolle schützt sie im Winter vor Kälte und Nässe, doch im Sommer ist genau diese Wolle ein wenig zu viel. Richtiges und regelmäßiges Ausbürsten ist die Lösung. Mindestens alle zwei Tage, in heißen Monaten und während des Fellwechsels besser täglich. Es hilft den Tieren dabei, sich selbst zu klimatisieren, denn Hunde schwitzen nicht. Sie verlieren Körperwärme über ihre Zunge und ihre Pfoten, weshalb ein ausgedünntes Fell hilfreich ist, um nicht zu überhitzen. Ein großer Vorteil am regelmäßigen Bürsten: nebenbei kann man mit den flauschigen, ruhigen Tieren ruhig auch noch eine Runde kuscheln.

3. Erziehung ist das A und O

Wie bei jedem Hund, egal wie klein oder groß, ist die Erziehung der Schlüssel zu einer guten Hund-Mensch-Beziehung. Berner Sennenhunde neigen zu Blödsinn und Spielereien und stellen ihre Ohren auch gerne mal auf Durchzug, wenn ihnen das gegebene Kommando nicht passt. Eine große Portion Geduld ist geboten, wenn sich der Berner Sennenhund von seiner chaotischen Seite zeigt, doch wirklich böse meint er es hierbei nie. Deswegen ist Konsequenz und liebevolle Strenge genau das, was diese Hunde brauchen, um sich zu guten Begleitern zu entwickeln.

Wenn die Erziehung stimmt, kann man sich auf diese Tiere jedoch voll und ganz verlassen. Dadurch, dass sie früher als Arbeitstiere gezüchtet wurde, sind sie in der Lage, mitzudenken und aufgrund ihrer Instinkte die richtigen Entscheidungen für ihr Rudel zu treffen.

4. Platz, Platz, Platz

Großer Hund, viel Platz. Die Wohnsituation spielt bei einem Berner Sennenhund immer eine Rolle. Am besten ist eine Wohnung mit anschließendem Garten, damit man dem Tier den Auslauf bieten kann, den es braucht, wenn einmal die Zeit für einen langen Spaziergang in der Natur fehlt. Auch in der Wohnung selbst sollte genug Raum zur Verfügung stehen, damit der sanfte Riese sich einmal zurückziehen kann. Denn egal wie verschmust und gemütlich ein Berner Sennenhund auch sein mag, wie jedes Lebewesen brauchen diese Hunde in manchen Momenten ein bisschen Zeit für sich.

Kleine Stadtwohnungen ohne Garten sind kein geeigneter Ort, um einen Berner Sennenhund zu halten, selbst wenn der nächste Wald nicht weit entfernt ist. Die großen Tiere brauchen einfach ihren Platz und das sollte vor dem Kauf bedacht werden, denn sonst fühlt sich der Hund nicht wohl.

5. Ernährung

Durch ihre Größe neigen Berner Sennenhunde, wie viele andere große Rassen, zu Übergewicht und dadurch auch zu Hüftproblemen. Ein gut verdauliches Hundefutter ist in diesem Fall der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben. Hierbei wird eindeutig Nassfutter bevorzugt. Es schmeckt besser, ist gut verdaulich und deckt mehr natürliche Ansprüche als Trockenfutter. Der Vitaminbedarf sollte außerdem immer abgedeckt werden, deswegen ist ein Anteil von ungefähr 10% an Obst und Gemüse im Futter beigemischt sein. Orientiert wird sich hierbei an die Nahrung des Wolfes, der diesen Anteil über den Mageninhalt seiner Beutetiere abdeckt.